| Sommer-Workcamp 2003 | |
| Noch ist der Sommer nicht vorbei, die Workcamps nicht beendet, die Arbeiten auch nicht und das grosze Resumee lässt also auch noch auf sich warten. Es soll auch nicht der Eindruck entstehen, hier würde nicht gearbeitet. Allerdings hat auch uns die grosze Hitze gelähmt und viele Arbeiten in der Landwirtschaft konnten garnicht erst begonnen werden. Aber der Sommer soll ja in diesem Jahr noch lange dauern. |
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So lässt es sich aushalten: wenn es mal nichts zu arbeiten gibt, fliehen wir vor der Hitze in die Berge. | ![]() |
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| Jin-Young WOO führt Tagebuch und hier sind Ausschnitte daraus: |
| 12. Samstag, Juli 2003 Nach dem Abendessen bin ich mit Johanes in die Landwirtschaft gefahren um zu melken. Zuerst hat er mir Melken beigebracht. Und dann habe ich selber gemolken. Es hat mir viel Spass gemacht. Und ich bin zu "Uhl" gefahren um es zu füttern. Auf dem Weg nach Hause, habe ich den Sonnenuntergang gesehen. das war eine wunderschöne Landschaft. Der Himmel wurde Rot. Als die Sonne untergegangen war, habe ich Himbeeren gepflückt.Die Sonne war in den Himbeeren! |
| 24. Donnerstag, Juli. 2003 Endlich habe ich das Goetheanum besucht. Nach 3 Stunden Auto fahren bin ich in Dornach angekommen. Das Goetheanum ist ein schönes Gebäude. Dieses Goetheanum ist das zweite Gebäude, weil das erste Goetheanum verbrannt ist. Aber ich konnte ein Modell und ein Foto des ersten Goetheanums sehen. Es war ein Doppelkuppelbau und ich habe ein rotes Fenster gesehen. Wenn man im Gebäude ist, kann man das rote Fenster sehen. Aber wenn man vor dem Gebäude ist, kann man nur weisse Fenser sehen. Im grossen Saal hat Rafal Klavier gespielt. Das war eine schöne Vorstellung. Danach sind wir zu Traudi gegangen. Traudi gab uns shrimps, ein Stück Kuchen mit Ananas, Apfelsaft, etc. Es war alles Lecker! Nach dem Mittagessen haben wir ein Spiel mit Chiara, Traudis Tochter gemacht. Es gibt sieben Siegel bei Traudi im Haus. Ich habe mich für die Siegel interessiert, weil sie ähnlich wie koreanische traditionelle Siegel sind. Traudi hat mir erzählt, dass sie die Bedeutung von sieben Planeten haben: Sonne, Mond, Mars etc. |
| 30. Mittwoch, Juli. 2003 Eine Fahrt an die Donau mit dem Kanu. Zuerst bin ich mit dem Kanu gefahren. Obwohl ich gar nicht schwimme, bin ich allein mit dem Kanu gefahren. Hansjörg hat Dennis, Eva, Ela, Rafal und mir beigebracht, wie man rudert. Ich habe versucht, mein Kanu zu fahren. Aber es war ganz kompliziert. Und dann ist mein Kanu unter einen Baum an der Donau gefahren. Ich habe mich an einem Zweig festgehalten. Aber es war ganz gefährlich, weil mein Kanu umgekippt war. Ich bin in die Donau gefallen. Rafal hat mir geholfen, aber er ist auch umgekippt. Der Fluss war ganz schnell und ich wurde fortgetrieben. Hansjörg hat mir geholfen. Nachdem ich am Ufer der Donau angekommen war, habe ich gesehen, dass Dennis, Jan und Ella ins Wasser gefallen sind. Alle waren nass. Wir haben nochmal versucht, mit dem Kanu zu fahren. Nach dem Unfall hatte ich keine Angst, und ich konnte mit dem Kanu gut fahren. Und niemand ist mehr ins Wasser gefallen. Hansjörg hat mir gesagt, es ist ganz gefährlich, sich an einem Ast fest zu halten. Nach dem Unfall glaube ich dass ich eine gute Lektion gelernt habe. Es ist ein Instinkt etwas zu halten und zu besitzen. Aber es ist ganz gefährlich. Man sollte diesen Instinkt etwas besitzen zu wollen wegbringen. Dann kann man auf dem Fluss des Lebens frei geniessen. |