Nach traditionellem Biberacher Schützenfest, Kinoabend, Nachmittag am Baggersee, Kanufahren, Radtour und Klettern im Donautal sowie einigen Besichtigungen im näheren Umkreis, sind nun gerade fast alle in Arosa, lernen die Alpen ein wenig kennen und werden im Anschluss daran das Dornacher Leben anschauen (was den Zurückgebliebenen die Zeit gibt, endlich diesen Rundbrief zu schreiben...).
Leider war es uns nicht möglich, für die beiden Teilnehmer aus Weissrussland eine Einreise in die Schweiz zu erkämpfen, aber wir haben mit dem Besuch des Deutschen Museums in München eine Alternative gefunden, sodass sie nicht traurig zurückbleiben mussten.
Für die ersten beiden Wochen konnten wir Dank Traudi Frischknecht aus Dornach eine dreiviertel Stunde Eurythmie am Morgen einrichten; die "freien" Abende wurden neben dem Ausruhen von der Arbeit zu Spielen, Gesprächen und -ganz beliebt- zum Marmorieren und Buchbinden genutzt. Bei der Arbeit auf der Hausee sorgte der tagelange Regen für ein temporäres Stimmungstief - auch ist für die meisten der Teilnehmer - fast alle studieren - das praktische Zupacken eine ungewohnte Sache, aber wir konnten schon einige wichtige Arbeiten angreifen und bewältigen. So haben wir grosse Mengen Beeren geerntet, Johannis-, Stachel-, Him-, und Kirschenbeeren, und zu Marmelade und Saft verarbeitet. Wir haben das Gelände von herabgefallenen Ästen unserer alten Pappeln befreit um sie später zu häckseln. Wir haben Gras gemäht , die Ställe ausgemistet und Kompost aufgesetzt. Wir haben für die Tiere einen neuen Stall gebaut.
Martin aus Czechien hilft fast jeden Tag beim melken. Die Frauen haben Getreide gemahlen und im Dorfbackhaus unter "urschwäbischer"Anleitung Brot gebacken. Bei schlechtem Wetter wurde an einer Wand gearbeitet die verputzt werden soll; Steine wurden zugesägt und grössere Löcher zugeputzt, die Fenster abgeklebt. Mit Hilfe von Dimitri und Alexeji aus Russland konnten wir in Koblenz günstig alte Pflastersteine ausreissen, die für unsere Gartenwege bestimmt sind. Wir haben einen vom Sturm beschädigten Teil des Hauses auf der Hausee abgetragen und in unserer künftigen Schreinerei auf den "Hennenwiesen" den Boden für ein späteres Betonieren nivelliert und ausgeglichen ... |